The Music of The Twilight Zone Tower of Terror: Betretet eine neue Dimension des Klangs

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Wir setzen unsere Reise durch die Musik der Disneyland Paris-Attraktionen mit der berühmten „Tour de la Terreur“ fort, der emblematischen Attraktion des Walt Disney Studios Parks.

Die Musik im „The Twilight Zone Tower of Terror“ verbindet sich auf besonders originelle Weise mit historischer Musik, Filmmusik und atmosphärischen Klängen, die den drei Hauptkapiteln dieser Geschichte folgen.

Echos aus der Vergangenheit

In den Gärten und der Lobby des Hollywood Tower Hotels ist die Zeit stehen geblieben seit jener schicksalhaften Nacht des 31. Oktober 1939, als ein mysteriöser Blitz in die Fassade einschlug und die Passagiere aus einem der Aufzüge in ein ungewisses Schicksal stürzte. Die verschiedenen Gegenstände in der Halle befinden sich immer noch an den Plätzen, die sie damals eilig von ihren Besitzern verlassen haben. Was die Musik betrifft, so erklingt sie immer noch, wie ein Echo der Vergangenheit, als hätte sie nie aufgehört.

Um diesen Soundtrack zu kreieren, sammelten die Imagineers jazzige Stücke und populäre Melodien, wie sie damals in den prunkvollen Hotels Hollywoods zu hören waren. Jedes Musikstück wurde aufgrund seines Stils und seiner eindringlichen Kraft ausgewählt.

Eines davon, „We’ll Meet Again“, ist ein Lied von 1939, das ursprünglich von Vera Lynn gesungen wurde. In dieser Aufnahme wird sie von einem „Novachord“, dem Vorläufer des Synthesizers, mit übernatürlichen Klängen begleitet, die auch beim Auftritt der Blauen Fee in Pinocchio (1940) zu hören sind. In der beunruhigenden Kulisse dieses Hotels klingen die ursprünglich romantisch gemeinten Worte („I don’t know where / I don’t know when / But I know that we will meet again“) auf beunruhigende Weise nach, als wollten sie uns warnen, dass Geister anwesend sind.

Ein weiteres eindringliches Stück, „Mood Indigo“ von Duke Ellington, ist ein Song aus den 1930er Jahren mit ungewöhnlicher Orchestrierung. Meistens haben in einem Jazzorchester die Instrumente eine klar definierte Rolle: Die Trompete spielt das Hauptthema, die Klarinette sorgt für die hohen Töne und die Posaune für den Bass. In diesem Stück ist es genau umgekehrt: Die Posaune spielt im Violinschlüssel und die Klarinette im Bass, was dem Stück einen ganz besonderen Klang verleiht, so als ob die Musiker durch die andere Seite des Spiegels gegangen wären. Die, die wir etwas später entdecken, vielleicht in der Lobby des Turms…

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Unser Besuch geht weiter in die Bibliothek, wo die „kostbaren Gäste“ des Hotels eine „verlorene Episode“ aus der mythischen Serie „The Twilight Zone“ entdecken, die an ihrer ikonischen Musik erkennbar ist. Der französische Komponist Marius Constant (1925-2004) wurde in den späten 1950er Jahren von CBS beauftragt, die Musik zu schreiben. Das Stück entstand aus der Kombination von zwei unabhängigen Stücken, „Étrange No. 3“ und „Milieu No.2“. Diese Stücke hatten ursprünglich keinen anderen Zweck als die Klangbibliothek des Senders zu bereichern, und es war Musikdirektor Lud Gluskin, der die Idee hatte, sie zu kombinieren, um den Abspann für die zweite Staffel der Serie zu schaffen.

Die Musik für diese Episode stammt von dem Komponisten Richard Bellis, der durch die Disney-Parks bekannt ist (Indiana Jones Adventure, Star Tours, Moteurs… Action! Stunt Show Spectacular) und Gewinner eines Emmy Awards für seine Ça! (1990). Er begann mit der Originalinstrumentierung der Show – zwei E-Gitarren, zwei Trompeten, zwei Posaunen, Bongos und eine kleine Gruppe von Holzbläsern und Streichern – die er für diesen Anlass neu einspielte. Inspiriert vom modernen Stil von Jerry Goldsmith (Mulan, 1998), einem der Komponisten der Serie, schrieb er dann den Rest der Musik für die Episode.

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In der ersten Version der Attraktion, The Twilight Zone Tower of Terror – A Jump into the Fourth Dimension (2007), wurde der Aufstieg von einer Mischung aus Synthesizer und Live-Instrumenten begleitet, die sehr zeitgemäß komponiert wurde, um Geschwindigkeit und Mechanik zu evozieren. Für die verschiedenen Etagen gab es dann eine Mischung aus Soundeffekten und Musik, die im Geiste der Partituren von Bernard Herrmann, Alfred Hitchcocks Stammkomponist, geschrieben wurde.

Für die 2019er Version der Attraktion fügten die Imagineers neue Illusionen sowie neue Bild- und Tonsequenzen hinzu, um nicht nur ein, sondern drei verschiedene Erlebnisse zu schaffen, von denen jedes erschreckender ist als das letzte. Musikalisch ist der Ansatz sogar noch radikaler, wie Thomas Zielinski von Phantom Manor Legends erklärt: „Das neue musikalische Ambiente von The Twilight Zone Tower of Terror – A New Dimension of Thrills, hat eine schwerere Atmosphäre als das vorherige, um den dunkleren – und manchmal verrückteren – Ton der neuen Szenarien besser zu vermitteln. Angst kann, genau wie ein gutes musikalisches Ambiente, die Grenzen der Sprache überwinden, und ich denke, diese neue Version der Attraktion hat uns das perfekt gezeigt.“

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Von Halloween 1939 bis zum heutigen Tag lädt The Twilight Zone Tower of Terror zu einer unglaublichen musikalischen Reise durch Zeit und Raum ein – eine Reise ins Herz der Vierten Dimension!

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