Die fröhlichsten Züge der Welt im Disneyland

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Von der Disneyland Railroad bis zum Big Thunder Mountain – Züge haben im Disneyland Paris schon immer einen besonderen Platz eingenommen. Das ist kaum verwunderlich, wenn man bedenkt, dass sie in Walt Disneys Leben und bei der Erschaffung von Disneyland einen besonderen Platz einnahmen…

Walts Züge

Für Walt Disney sind Eisenbahnen – vor allem – eine Familienangelegenheit.

In seiner Jugend war sein Vater, Elias Disney, Maschinist in einer Eisenbahnwerkstatt und später Zimmermann beim Bau der Union Pacific Railway Line, die Ellis, Kansas, mit Denver, Colorado, verbindet, wo sich seine Wege mit einem gewissen Buffalo Bill kreuzten.

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Die kleine Stadt Marceline, in der sich die Familie Disney 1906 niederließ, verdankt ihre Existenz und ihr Wachstum der Santa-Fe-Linie, die damals Fort Madison mit Kansas City verband – eine Geschichte, die der der Main Street, U.S.A., nicht unähnlich ist – und auf der sein Onkel, Mike Martin, als Mechaniker arbeitete. Zwischen den Fahrten pflegte er dem jungen Walt die Geschichte der Eisenbahn zu erzählen, insbesondere die von Casey Jones, dem vorbildlichen Lokführer, der im Jahr 1900 alle seine Fahrgäste vor einem schrecklichen Zugzusammenstoß rettete. Aus dieser Geschichte schuf Walt die Figur „Casey Jr.“ und den Kurzfilm „The Brave Engineer“, der 1950 erschien.

Im Jahr 1917 arbeitete Walt selbst als „News Butcher“ auf mehreren Zuglinien und verkaufte Zeitschriften, Obst, Süßigkeiten und andere Getränke an die Fahrgäste. Diese Erfahrung förderte seine Erfahrung und Vorstellungskraft enorm, während er die Grundlagen des Handwerks seines Onkels erlernte und nicht weniger als ein halbes Dutzend US-Bundesstaaten entdeckte. Diese Erinnerungen verarbeitete er in mehreren seiner Filme wie Mickey’s Choo-Choo, Dumbo (1941), Danny, So Dear to My Heart (1948) und The Great Locomotive Chase (1956).

Walt teilte seine Leidenschaft mit mehreren Mitgliedern des Studios, darunter der legendäre Animator Ward Kimball, mit dem er 1948 mehr als halb Amerika bereiste, um die Chicago Railway Show zu besuchen. Außerdem waren da noch der Animator Ollie Johnston (Mr. Smee, Sir Hiss und viele andere mythische Figuren) und der Maschinist Roger E. Broggie, der Walt bei der Konstruktion der Carolwood Pacific begleitete – der Modelleisenbahn, die er auf seinem Grundstück in Holmby Hills gebaut hatte – und der das vorbereitete, was fünf Jahre später die Disneyland Railroad in Anaheim werden sollte.

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Doch bevor diese ikonische Attraktion Wirklichkeit wurde, startete Walt zwei weitere Projekte rund um die Eisenbahn, die zwar nie das Licht der Welt erblickten, aber dennoch einen großen Einfluss hatten. Am 31. August 1948, nur wenige Tage nach seiner Rückkehr von der Ausstellung in Chicago, schrieb er ein berühmtes Memo, in dem er den Grundstein für einen „Mickey Mouse Park“ legte, eine Art vorläufige Vision dessen, was „Disneyland“ sein würde, wobei der Hauptteil bereits einen Bahnhof enthielt. Bald darauf konzipierte er eine Serie von 24 animierten Modellen der amerikanischen Folklore und des Erbes, die in einem Zug durch das Land transportiert werden sollten, wobei jeder Waggon einer anderen Region der USA und ihrer Geschichte gewidmet war.

All diese Elemente finden sich in verschiedenen Disney Parks und vor allem im Disneyland Paris wieder. Doch nicht nur Walt wurde von der Eisenbahn geprägt. Auch Mickey hat das! Tatsächlich war es 1928 in einem Zug von New York nach Los Angeles, in dem Walt sich die Maus ausdachte, mit der alles begann!

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