Die fröhlichsten Züge der Welt im Disneyland Teil 3

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Nachdem Ihr alles über die Züge der Disneyland Railroad gelernt habt, ist es an der Zeit, an Bord zu gehen und gemeinsam durch den Disneyland Park zur Main Street Station, zum Grand Canyon Diorama und zum Frontierland Depot zu fahren.

Los geht’s!

Der Startpunkt unserer Reise ist die Main Street Station. Sie ist mehr als ein Bahnhof, sie ist ein wahres Portal zwischen dem Realen und dem Imaginären.

In der Realität entspricht sein viktorianischer Baustil der Eleganz der Main Street, U.S.A. und insbesondere dem Plaza Gardens Restaurant, das sich am anderen Ende der Straße befindet. Seine Geschichte ist eng mit der Entwicklung der Eisenbahn verbunden. Es gibt sogar Metalltreppen, die direkt von den New Yorker Hochbahnschienen des späten 19. Jahrhunderts inspiriert sind.

Was die imaginäre Seite betrifft, so nimmt sie gerne Anleihen bei anderen Disney Parks, während sie die spezifische Geschichte von Disneyland Paris hervorhebt. Die Struktur des Bahnhofs, die den Zug auf beiden Seiten umgibt, ist der „It’s a Small World“-Attraktion des Disneyland Resorts nachempfunden, wo die Disneyland Railroad zwischen dem Uhrenturm und dem Hauptgebäude hindurchfährt – ein Detail, das sich auch in Disneyland Paris findet. Es ist auch inspiriert von der Monorail-Station im Disney’s Contemporary Resort im Walt Disney World Resort in Florida.

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Hier ist die Main Street Station ein königlicher Weg, um die verschiedenen Ziele im Disneyland Park zu entdecken. Plakate und Glasfenster, die die verschiedenen Lands zeigen, sind Einladungen zum Reisen, ein Vorgeschmack auf die Erlebnisse, die auf die Entdecker warten. Diese wurden von Eddie Sotto entworfen, der sich selbst von den eindrucksvollen Gemälden im Restaurant Le Train Bleu am Gare de Lyon inspirieren ließ, die die verschiedenen Etappen der Reise darstellen, die die Passagiere auf der Zugstrecke Paris-Lyon-Marseille während der Belle Epoque erwarteten.

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Wenige Augenblicke später betreten wir den Tunnel, der das Grand Canyon Diorama beherbergt und den Übergang zwischen Main Street, U.S.A. und Frontierland bildet. Dieses riesige Panorama, fast 80 Meter lang, zeigt verschiedene Aspekte des spektakulären UNESCO-Weltkulturerbes. Wir entdecken die Tierwelt (mehr als 40 Tiere), die Flora und die alten Behausungen der amerikanischen Troglodyten, während die Ton- und Lichteffekte – wie ein Sturm und ein Regenbogen – den Realismus jedes Details vervollständigen.

Das Grand Canyon Diorama wurde sowohl von dem Oscar-gekrönten Disney-Kurzfilm Grand Canyon von 1958 als auch von dem im selben Jahr im Disneyland Resort errichteten Diorama inspiriert. Die Imagineers, die für das Projekt in Disneyland Paris unter der Leitung von Jeff Burke verantwortlich waren, besuchten die Hinterbühne, als sie sich die Originalpläne des dortigen amerikanischen Modells ansahen. Für die Gestaltung des Dioramas verwendeten sie auch die Musik, die sowohl dem Film als auch der Attraktion gemeinsam ist, nämlich die Grand Canyon Suite des amerikanischen Komponisten Ferde Grofé (1892-1972). Genauer gesagt wurde das Segment „On the Trail“ verwendet, das von den Graunke Symphonikern – heute bekannt als die Münchner Symphoniker – gespielt wurde, die auch die Musik für das „Peter und der Wolf“-Segment von The Music Box (1946) aufgenommen hatten.

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Nach unserer Fahrt entlang der atemberaubenden Landschaft der Rivers of the Far West machen wir einen Halt am Frontierland Depot. Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei der Frontierland-Haltestelle nicht um einen Bahnhof im eigentlichen Sinne. Es ist ein Depot, in dem die Züge anhalten können, um zu tanken und Wasser nachzufüllen – dank des Wasserturms mit einem Fassungsvermögen von über 7.000 Litern – genug, um Dampf für drei Runden durch den Park zu machen!

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Das Frontierland Depot liegt direkt am Rande der Cottonwood Creek Ranch. Zur Zeit seiner Erbauung im Jahr 1865 erleichterte seine Lage den Viehtransport vom Stall zu den Viehwaggons. Heute befördert die Disneyland Railroad nur noch Passagiere, aber der alte Critter Corral und das scheunenförmige Cowboy Cookout Barbecue-Restaurant, das hinter dem Bahnhof zu sehen ist, erinnern an seine ursprüngliche Funktion.

Dank der Zusammenarbeit von Architekt Ahmad Jafari und Designer Pat Burke ist das Frontierland Depot eine fast exakte Nachbildung der allerersten Frontierland Station im Disneyland Resort in Kalifornien. Auf diese Weise wird dieser historische Ort, der 1966 zur Eröffnung des New Orleans Square umgestaltet wurde, wieder zum Leben erweckt. Wie beim kalifornischen Pendant kann man beim Passieren des Fahrdienstleiters noch immer im Morsecode die ersten Worte hören, die Walt Disney während seiner Eröffnungsrede zur Eröffnung von Disneyland am 17. Juli 1955 sprach: To all who come to this happy place, welcome!“ Was für ein Symbol!

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